Archiv

Artikel Tagged ‘Pauschalreise’

Bei Pauschalreisen maximal 20 Prozent als Anzahlung zulässig

9. Dezember 2011 Keine Kommentare
481895623 836c7aa5ac m Bei Pauschalreisen maximal 20 Prozent als Anzahlung zulässig

cc by chaouki/flickr

Das Landesgericht in Leipzig hat nun entschieden, dass die Veranstalter von Pauschalreisen keine Anzahlung in beliebiger Höhe von ihren Kunden verlangen dürfen. Eine Anzahlung über vierzig Prozent des Gesamtpreises sei laut Meinung des Gerichts zu hoch. Dies teilte die Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen mit. Ebenso unangemessen sei es, wenn die Reiseveranstalter den Restbetrag für den Urlaub bereits eineinhalb Monate vor dem eigentlichen Reisebeginn verlangen. Gegen die entsprechenden Forderungen eines Reiseveranstalters hatten die Verbraucherschützer geklagt.

Die Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen teilte weiter mit, dass das Gericht die Auffassung der Verbraucherzentrale geteilt habe, die besagt, dass alleine die Vertragsklauseln zulässig seien, die eine verhältnismäßig geringfügige Anzahlung besagen. Als zulässig, damit also als geringfügig, wird eine Vorauszahlung in Höhe von zwanzig Prozent des Reisepreises eingestuft, so der Bundesgerichtshof. Nach der Auffassung der Leipziger Richter fielen bei einer Anzahlung von vierzig Prozent die 60 Prozent des Reisepreises, die noch verblieben, zu niedrig aus, damit die Kunden ein Druckmittel in der Hand haben, im Fall dass das Reiseunternehmen seinen Vertragspflichten nicht nachkomme. Die Richter empfanden es den Angaben zu Folge in punkto Zahlungsfrist angemessen, wenn der Restbetrag erst dreißig Tage vor dem Antritt des Urlaubs gezahlt werden müsse. Danach bliebe dem Reiseveranstalter noch ausreichend Zeit dafür, dass sie den Vertrag mit dem säumigen Kunden aufheben und die Reise noch anderweitig anbieten können.

Mit diesem Gerichtsurteil des Landesgerichts in Leipzig im Hinterkopf sollten sich die Kunden ihre Urlaubsangebote genau anschauen. Denn zahlen sie die zu hohe Anzahlung verlieren sie gleichzeitig auch ihr Druckmittel fĂĽr den Fall, dass der Veranstalter seine Vertragspflichten nachkommt.

Keine Schnäppchen mehr für den Tunesienurlaub

14. September 2011 Keine Kommentare
2724731089 944323f269 m Keine Schnäppchen mehr für den Tunesienurlaub

cc by Joe A Kovacs/flickr

Wir alle können uns wohl noch an die Unruhen in Nordafrika zu Beginn dieses Jahres erinnern. Mit der zunehmenden Unsicherheit in Ägypten und Tunesien wuchs auch die Verunsicherung der Touristen. Sehr viele haben sich dazu entschieden ihren diesjährigen Urlaub in einem anderen Land zu verbringen. Die Folge daraus war, dass die Preise für den Pauschalurlaub in diesen Ländern sehr stark sank. Ein Urlaub in diesen Ländern konnte zu einem extrem günstigen Preis erworben werden. Auch wenn die Touristenorte selber nicht von den Unruhen betroffen waren, sorgten sich die Urlauber um ihre Sicherheit. Doch scheinbar hat diese Entwicklung nun ein Ende.

Nun ist die Zeit der Schnäppchen für die Urlauber in Tunesien vorbei. Für Pauschalreisen in das nordafrikanische Land lagen die Preise im August zum ersten Mal seit dem Beginn der Unruhen zu Beginn dieses Jahres wieder über dem Niveau im Vorjahr. Dies teilte das Portal Holidaycheck mit.

Damit sind die Schnäppchen auch Geschichte. In Tunesien und auch in Ägypten mussten die Pauschalreisenden rund 3,4 Prozent mehr zahlen als noch im vergangenen Jahr. Allerdings haben sich die beiden Revolutionsländer damit im Vergleich zu den anderen Reisezielen nur moderat verteuert. Die Reisepreise stiegen im Durchschnitt um 8,7 Prozent an.

Für Thailandreisen sind die Preise um 18,7 Prozent in die Höhe geschossen. In der Türkei kostete ein Pauschalurlaub im August 11,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Trotz der Finanzkrise wurde Griechenland um 8,2 Prozent teurer und Mallorca um 5,9 Prozent. Holidaycheck wertet für sein Preisbarometer die Daten von mehr als 20 000 gebuchten Reisen aus.