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Flughafeneröffnung erst im Herbst 2013

11. August 2012 Keine Kommentare
Planes and places 300x232 Flughafeneröffnung erst im Herbst 2013

cc by flickr / Planes and places

Der GroĂźflughafen Berlin – Brandenburg (BER), auch genannt „Willy-Brandt-Airport“, weitet sich zu einer der tragischsten Possen der deutschen Nachkriegsgeschichte aus: Erneut muss wohl der Eröffnungstermin verschoben werden, wobei der Aufsichtsrat sich nicht einmal mehr in der Lage sieht, ein verlässliches Datum zu nennen. Unfähigkeit, Arroganz und Faulheit reichen sich hier in nicht gekanntem AusmaĂź die Hände, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Klaus Wowereit, nun sogar allen Ernstes vorschägt, das von ihm regierte Berlin solle sich fĂĽr die Ausrichtung einer Olympiade bewerben.
Es ist dann nur zu fragen, wann die Spiele eigentlich stattfinden sollen, da man den Eröffnungstermin sicher nicht wird halten können.

Die neuerliche Verschiebung des Eröffnungstermins ist für zahllose Beteiligte nachgerade eine Katastrophe: Nicht nur Fluggesellschaften müssen ständig ihre Pläne korrigieren und ihre Gäste womöglich sogar entschädigen. Eine riesige Infrastruktur ist rund um den nicht betriebsbereiten Flughafen entstanden und muss nun sehen, wie es weitergehen soll: Ob es nun ein Restaurant ist, ein Versandhaus oder ein Zeitschriftenhändler: Zahlreiche Firmen und deren Filialen haben sich am Airport angesiedelt, Personal eingestellt und sich darauf verlassen, dass pünktlich zum Startschuss die Geschäfte laufen werden.

Die Tatsache, dass die Betreiber Berlin und Brandenburg sich derzeit nicht einmal in der Lage sehen, einen verlässlichen Öffnungstermin zu nennen, ist ein unglaublicher Skandal, denn dies beschädigt das Ansehen der Bundesrepublik in der gesamten Welt: Karikaturen über die Versager Wowereit und Platzeck sind in allen Satiremagazinen auf dem Globus zu Recht zu bestaunen.
Dass selbstverständlich die anderen Bundesländer fĂĽr die Versäumnisse der Bundeshauptstadt aufzukommen haben, sei nur am Rande erwähnt. Selbst hat man kein Geld, dafĂĽr aber kostenlose Busfahrten fĂĽr seine BĂĽrger, – auch zu einer Ruine, die einmal ein Flughafen werden sollte.